20.06.2016 in Allgemein

Die Exzellenzinitiative sendet die falschen Signale!

 

Zum gestrigen Beschluss der Exzellenzinitiative durch die Ministerpräsident*innenkonferenz erklärt Max Meisenheimer, Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen:

 

„Mit dem gestrigen Beschluss wird dem Hochschulsystem nicht geholfen. Stattdessen wird weiterhin nur eine kleine Zahl an Hochschulen gefördert. Bund und Länder setzen nach wie vor auf die Stärkung einer kleinen Elite statt auf die nachhaltige Finanzierung aller Hochschulen. Wieder einmal wird es nur großen Hochschulen möglich gemacht, diese Förderung zu gewinnen. Kleine Hochschulen bleiben dabei auf der Strecke.

 

Sozial gerechte Wissenschaftspolitik sieht anders aus. Viele Hochschulen befinden sich in einer prekären Finanzierungslage. Dieses Problem muss endlich anerkannt und angepackt werden. Da helfen keine Exzellenzinitiativen oder andere Pakte. Bund und Länder müssen das Kooperationsverbot komplett kippen. Nur dann kann die Finanzierung der Hochschulen grundlegend verstärkt werden. Und das käme, im Gegensatz zur Exzellenzinitiative, der gesamten Hochschullandschaft zugute.“

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11.06.2016 in Allgemein

Dem wissenschaftlichen Nachwuchs wird nicht geholfen!

 

Zur Bundestagsdebatte über das neue Bund-Länder-Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses erklärt Max Meisenheimer, Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen:   

„Auch, wenn die Fortsetzung der von uns kritisierten Exzellenz-Initiative Teil der Diskussion ist, muss auch der Pakt zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses kritisch in den Blick genommen werden. Mit dem neuen Pakt werden die Probleme des wissenschaftlichen Mittelbaus an Hochschulen nicht einmal ansatzweise gelöst. Vielmehr muss das Kooperationsverbot  endlich in Gänze fallen, damit eine dauerhafte Finanzierung aller Hochschulen sichergestellt werden kann. So könnte die Breite der Hochschulen profitieren, und nicht nur ein paar wenige in einem Wettbewerb um Paktmittel. Die Förderung von Tenure Track-Professuren ist begrüßenswert. Jedoch werden damit erneut Probleme lediglich an einzelnen Stellen angegangen, statt Lösungen für die schlechten Arbeitsbedingungen im Wissenschaftsbetrieb als Ganzes zu etablieren. Wissenschaftler*innen befinden sich in einem Teufelskreis aus prekärer, befristeter Beschäftigung ohne planbare Zukunft. Hier gilt es Grundsätzliches zu ändern, statt nur ein paar neue Professuren zu schaffen.            
 

Das Volumen des Programms zeigt deutlich, dass Wanka einmal mehr nur daran interessiert ist, eigenes Prestige einzufahren. Statt Problemlösung steht die Schaffung von Vorzeigeprojekten im Fokus. Was wir aber dringend benötigen, ist eine grundlegende Reform der Hochschulfinanzierung, sowie eine deutlich weitreichendere Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes, um den prekären Beschäftigungsbedingungen an Hochschulen ein Ende zu setzen.“

 

 

11.06.2016 in Allgemein

Newsletter Juni 2016

 

Inhalt

1. Rückblick: Bundeskoordinierungstreffen in Frankfurt am Main
2. Rückblick: Juso-Hochschulgruppen am 1. Mai
3. Pressemitteilung: Behindertengleichstellungsgesetz: Viel versprochen – Nichts erreicht!
4. Pressemitteilung: Wankas Luftschloss Deutschlandstipendium in den Wind schießen!
5. Anti-Diskriminierungsarbeit: Unsere Anti-Sexismus-Kommission
6. Ankündigung: Bildungspolitischer Kongress im Juli

 

11.06.2016 in Allgemein

Wankas Luftschloss Deutschlandstipendium in den Wind schießen

 

Anlässlich der heutigen Bundestagsdebatte über den Bericht der Bundesregierung zur Evaluation des Deutschlandstipendiums erklärt Mia Thiel, Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen: 

„Das Deutschlandstipendium muss weg. Wankas Bewertung der Evaluationsergebnisse des Deutschlandstipendiums gleicht Luftschlössern. Weniger als ein Prozent erreichte Studierende, Intransparenz in Vergabeverfahren und die geringe Abrufquote der Haushaltsmittel sind entgegen Wankas Stellungnahmen alles andere als ein Zeichen von Erfolg. 

Das Deutschlandstipendium hat nicht nur die gesetzten Erwartungen nicht erfüllt, sondern war von Anfang an der falsche Weg. Wanka rühmt sich mit der Vielfalt sozialer Gruppen unter den Geförderten, obwohl allein schon das Ziel, durch enge Auswahlkriterien eine sogenannte begabte Elite herauszustellen,  zwangsläufig selektiv ist. Staatliche Studienfinanzierung hat sich an ausnahmslos alle Studierenden zu richten und nicht an eine auserkorene vermeintliche Spitze. Dazu braucht es keine von Wanka angestrebte neue Stipendienkultur - es braucht vielmehr eine echte BAföG-Kultur. Zu einer solchen gibt es nur einen Weg: Eine substantielle BAföG-Reform. Solange der Bund auf nationale Förderprogramme setzt, anstatt ein BAföG zu entwickeln, das allen Studierenden unabhängig von Alter oder sozialem Hintergrund zugänglich ist, guckt die große Mehrheit der Studierenden weiter in die Röhre.“

 

11.06.2016 in Allgemein

Behindertengleichstellungsgesetz: Viel versprochen – Nichts erreicht!

 

Zur beschlossenen Novelle des Behindertengleichstellungsgesetzes erklärt Anna Wilhelmi, Mitglied im Bundesvorstand der Juso- Hochschulgruppen:
 

„Das Gesetz ist eine Frechheit. In wesentlichen Punkten bleibt es hinter den Vorgaben des „Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen“ der UN zurück. Die Anhebung des Betrags, den Menschen mit Assistenzbedarf besitzen dürfen, ohne an den Kosten beteiligt zu werden, ist nur ein schwacher Trost, wenn man bedenkt, dass Familien weiter zur Kasse gebeten werden. Die fehlende Verpflichtung der Schaffung barrierefreier Zugänge für private Anbieter*innen, die Eingrenzung der Gruppe von Leistungsberechtigten und fehlende Mechanismen zur tatsächlichen Selbstbestimmung sind weitere Kritikpunkte. Für Studierende bedeutet das Gesetz, dass ein Auslandsemester kaum möglich ist, da Leistungen nur dann gezahlt werden, wenn sie bei gleicher Qualität im Zielland günstiger sind.

Seit der Veröffentlichung des Referent*innenentwurfs hagelt es Kritik von zahlreichen Verbänden beeinträchtigter Menschen. Wir Juso-Hochschulgruppen können uns dieser Kritik nur anschließen und solidarisieren uns mit den Protestierenden. Das Gesetz verbessert die Situation von Menschen mit Beeinträchtigung kaum. Viele Vorhaben scheitern an vermeintlich zu hohen Kosten für den Staat. Dabei ist unsere Forderung klar: Der Staat muss ohne Kompromisse für alle zusätzlichen Kosten von Menschen mit Beeinträchtigung aufkommen und ihnen ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen.“

 

 

11.06.2016 in Allgemein

Newsletter Mai 2016

 

Inhalt

  1. Kampagne: #HoFiVisionen "Unsere Vision einer gerechtenHochschulfinanzierung"
  2. Pressemitteilung und Interview: Bezahlbarer Wohnraum jetzt!
  3. Pressemitteilung: Individuelle Förderung statt Ausschluss von Schüler*innen
  4. Pressemitteilung: Internationale Mobilität für alle - ERASMUS+ ausbauen!
  5. Pressemitteilung: Exzellenzinitiative: Eine verpasste Chance für die SPD
  6. Bericht: Aktionskonferenz „Aufstehen gegen Rassismus“
  7. Rückblick: Treffen der Landeskoordinationen mit dem Bundesvorstand
  8. Ausblick: Bundeskoordinierungstreffen vom 20. bis 22. Mai in Frankfurt am Main
 

26.04.2016 in Allgemein

Exzellenzinitiative: Eine verpasste Chance für die SPD

 

Zur heutigen Sitzung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) und der Einigung über die Exzellenzinitiative erklärt Max Meisenheimer, Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen:               

„Der neuen Exzellenzinitiative fehlt die sozialdemokratische Handschrift. Es wäre Aufgabe der neun Wissenschaftsminister*innen der SPD in der GWK gewesen, der Exzellenzinitiative einen sozialen und offenen Kern zu geben. Davon lässt sich in der neuen Einigung nichts finden.     

Das ist ein fatales Signal für das Wissenschaftssystem. Der Aufbau der neuen Exzellenzinitiative verdeutlicht einmal mehr, wie eine kleine Spitze und Elite im Wissenschaftssystem gebildet und gefördert wird. Das wird ganz besonders an den engen Vorgaben für die Bewerbung auf den Status einer „Exzellenzuniversität“ deutlich.         

Wieder einmal werden nur die großen Universitäten in die Lage versetzt, in der Exzellenzinitiative Erfolg zu haben. Damit wird einem großen Teil der Hochschulen gar nicht erst die Möglichkeit gegeben, sich im Wissenschaftssystem zu beweisen. Der größte Fehler ist jedoch, die Förderung sogenannter Exzellenzuniversitäten zeitlich nicht mehr zu begrenzen. In der Folge bildet sich eine immer starrere Elite heraus. Wie davon das gesamte Hochschulwesen profitieren soll, ist fraglich.                
Diese Einigung zeigt, dass die Hochschulfinanzierung eine einzige Baustelle bleibt. Reine Symbolpolitik wird die prekäre Finanzierungslage der Hochschulen nicht bessern, sondern ignoriert den an dieser Stelle dringend notwendigen Handlungsbedarf.“

 

 

16.04.2016 in Allgemein

Einladung zur Mitgliederversammlung

 

Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Freundinnen und Freunde,

wir sind wieder erfolgreich aus den Studierendenschaftwahlen hervorgegangen.  

Wir haben 4 Sitze im Studierendenparlament erlangt, 2 Sitze in den Fachschaftsräten KSW und METI und je 1 Sitz in den Fachschaftsräten Psychologie, ReWi und WiWi. Unsere Arbeit und unsere Planungen möchten wir euch auf unserer Mitgliederversammlung gerne vorstellen.

Die Mitgliederversammlung  findet statt am Freitag, den 06.05.2016 um 20 Uhr im Raum U99  in der Bildungsherberge in Hagen, Roggenkamp 10, 58093 Hagen.

Wir schlagen folgende vorläufige Tagesordnung vor:

1. Begrüßung - Grußworte - Organisatorisches

2. Protokoll der letzten Sitzung

3. Bericht der Schatzmeisterin

4. Bericht des Vorstands

5. Neuwahlen zum Vorstand:

5.1.: Wahl einer Wahlleitung

5.2.: Wahl einer Vorsitzenden oder eines Vorsitzenden

5.3.: Wahl einer stellvertretenden Vorsitzenden oder eines stellvertretenden Vorsitzenden, das Amt ist gekoppelt mit dem Amt der Schriftführerin oder des Schriftführers

5.4.: Wahl einer Schatzmeisterin oder eines Schatzmeisters

5.5.: Wahl von Beisitzerinnen und Beisitzern. Über die Anzahl der Beisitzerinnen und Beisitzer entscheidet die Mitgliederversammlung. 

6. Analyse des Wahlergebnisses

7. Ergebnisse - sofern vorhanden - von Koalitionsgesprächen mit Beschlussfassung 

8. Anträge

9. Termine

10. Verschiedenes

Eine Anreisebeschreibung findet ihr unter www.bildungsherberge.de

Bei Fragen zur Anreise und zur Teilnahme ruft bitte an: 0170/8193110.

Gemäß unserer Verfahrensordnung werden Fahrtkosten 2. Klasse DB erstattet, bitte nutzt Sparpreismöglichkeiten aus. Bei notwendiger Anreise mit dem PKW werden die Benzinkosten erstattet.

Übernachtungskosten werden erstattet bei Übernachtung in der Jugendherberge Hagen, die Jugendherberge Hagen nimmt auch Fernstudierende auf, die nicht Mitglied im DJH sind.

Bitte meldet euch vorher an, da gemäß unserer Verfahrensordnung die Höhe der Erstattungen begrenzt ist auf unser verfügbares Budget.

 
Ihr könnt dann am Samstag auch noch an den konstituierenden Sitzungen der Studierendenschaftsgremien teilnehmen. 

Wir würden uns freuen, euch zahlreich begrüßen zu können,

und grüßen euch

 

Ulrike Breth und Daniel Schwarz

 
 

01.04.2016 in Allgemein

Newsletter April 2016

 

Inhalt

  1. Facebook-Kampagne: Hochschulzugang für Geflüchtete
  2. Bündnis: Aufstehen gegen Rassismus
  3. Gemeinsame Pressemitteilung: Zahlreiche politische Organisationen und Medienschaffende kämpfen gemeinsam mit Student*innenvertretungen gegen Sexismus und Zensur
  4. Pressemitteilung: Keine werdenden Eltern zweiter Klasse
  5. Pressemitteilung: Die Förderinitiative „Innovative Hochschule“ sendet die falschen Signale
  6. Aufruf: Hinaus zum Frauen*kampftag!
  7. Startschuss Sisters*-Programm
  8. Bericht: Seminarwochenende 2016/1
  9. Bericht: FES-Konferenz Schule und Flucht
 

29.03.2016 in Allgemein

Die Förderinitiative „Innovative Hochschule“ sendet die falschen Signale

 

Zur Ankündigung von Bildungsministerin Wanka, die sogenannte „dritte Mission“ an Hochschulen zu fördern, erklärt Max Meisenheimer, Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen:

„Mehr Wettbewerb in der Hochschulfinanzierung braucht niemand. Zwar ist begrüßenswert, dass selbst Wanka nun endlich einmal über den Tellerrand schaut und Projekte an Hochschulen fördern will, die die Wirkung in die Gesellschaft hinein zum Ziel haben. Daraus aber einen Wettbewerb zu gestalten, wird dem Hochschulsystem wenig nützen.          

Es ist eine der zentralen Aufgaben einer Hochschule, ihre Erkenntnisse nach außen zu tragen und für die Gesamtgesellschaft zugänglich zu machen. Dass Fachhochschulen in dieser „Dritten Mission“ explizit gefördert werden können, ist dabei bitter nötig. Es kann jedoch nicht sein, dass nur ein paar privilegierte Hochschulen die Möglichkeit bekommen, diese Aufgabe verstärkt wahrzunehmen. Statt weiter der Vorstellung eines erzwungenen Wettbewerbs hinterherzulaufen, sollte der Bund endlich seine Möglichkeiten nutzen, alle Hochschulen, ganz besonders die Fachhochschulen, stärker zu unterstützen. Nur so lässt sich ein Hochschulwesen etablieren, in dem alle Hochschulen die sogenannte „dritte Mission“ erfüllen können.“

Und wir fügen hinzu: Auch die FernUniversität muss stärker unterstützt werden. 

 

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Termine:

07.10.2016, 18:00 Uhr - 09.10.2016, 14:00 Uhr Aktiventreffen, Bildungsherberge, Roggenkamp 10, 58093 Hagen
Jährlich zu Beginn des Wintersemesters treffen wir uns zu unserem Aktiventreffen. Politische Diskussionen, Besprec …

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